Mit der Strophe aus dem Gedicht ‘ein jeder eingeschlossne Ort’ kehrt Michelangelo zum Ursprung der Architektur zurück. Es ist das Gefäßhafte, das Bergende und Bewahrende das diesen Zeilen innewohnt. Geschrieben von einem vielseitig begabten Künstler, der sich in erster Linie doch als Bildhauer sah, gewinnt der beschriebene Ort an Kraft und Ausstrahlung.

Bezogen auf die Architektur führt der skulpturale Ansatz Räume zu begreifen gleichsam die Zeitachse des Erlebens und Erschließens ein. Es sind nicht Räume sondern Abfolgen von Räumen die sich zu einem komplexen Ganzen fügen und ein inneres Spannungsverhältnis bilden. Gestärkt wird dies durch die Ausbildung der Hülle. Anders als in dem eingeschlossenen Ort von Michelangelo gilt es in der Architektur von Stölken Schmidt die Hüllfläche der Skulptur dergestalt zu bearbeiten, dass sie durchlässig wird für Licht und Jahreszeiten.

So steht die atmosphärische Prägung bei der architektonischen Gestaltung von Räumen im Vordergrund und findet in unterschiedlicher Weise Ausdruck bei den verschiedenen Bauaufgaben mit denen sich das Büro beschäftigt. Neben dem Sakralbau, in dem die Glaskunst als gestaltete und atmosphärische, prägende Übergangsfläche historisch eingeführt ist, werden durch den akzentuierenden Einsatz von Licht und Farbe, besondere Orte in den Bildungs- und Kulturbauten des Büros geschaffen.

Bei einem wesentlichen Teil der Bauaufgaben gilt es für Nicole Stölken und Matthias Schmidt Konzepte im denkmalgeschützten Kontext zu entwickeln. Neben der Kompetenz im Umgang mit historischer Bausubstanz, die das Büro mit vielfältigen Referenzen belegen kann, hat sich das Team gleichermaßen auf die, für die Umsetzung erfolgreicher Konzepte erforderliche Projektentwicklung und Beratung der Bauherrn spezialisiert.

 

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